Galway

Tief im Westen


Zu den wohl beliebtesten Zielen in Irland gehört der Westen der Insel, das County Galway. Hier präsentiert sich Irland wie aus dem Bilderbuch: Neben frühzeitlichen Besiedlungsspuren, den berühmten Connemara-Ponys und natürlich Whiskey ist es vor allem die landschaftliche Schönheit, die Besucher ausnahmslos in ihren Bann zieht. Wer mag, kann zum Beispiel auf den vorgelagerten Aran-Inseln entlang der so typischen niedrigen Steinmauern wandern, die die unwirklich grüne Landschaft durchziehen.

Die Grafschaft mit dem einzigen Fjord Irlands, Killary Harbour, gilt darüber hinaus als Irlands kulturelles Herz. Ganz besonders in der Stadt Galway finden das ganze Jahr über zahlreiche typisch irische Feste sowie Festivals statt. Ganz besonderen Anklang bei Iren und ausländischen Touristen gleichermaßen finden die vielen Veranstaltungen mit irischen Liedern, irischer Volksmusik und irischen Tänzen.

Wo geht’s nach Gaeltacht?


Nicht nur die irische Musik ist es, die in Galway gepflegt wird. Hier spricht man im Gegensatz zu vielen Regionen im Rest des Landes noch Irisch. Damit ist Galway offiziell eine Gaeltacht-Region, in der Irisch die offizielle Amtssprache ist. Damit verbunden ist darüber hinaus auch die sehr ernsthaft betriebene Pflege alten irischen Kulturgutes – und so kommt es auch, dass hier so viele Menschen die alten Tänze aufführen, die alten Lieder singen und irische Gedichte zitieren. Eine schöne Mischung aus Tradition und modernem Leben findet man beispielsweise in Galway (Stadt) oder im touristisch geprägten Clifden, das Besucher besonders mit der Ruine von Clifden Castle und der weltgrößten Schau von Connemara-Ponys anlockt.

Willkommen in Klein-Brasilien


Ganz und gar nicht Irisch geht es in Gort zu, einer kleinen Stadt im Süden Galways. Rund die Hälfte der Menschen hier sind Brasilianer, die vor Jahren kamen, um in der Fleischfabrik zu arbeiten. Mit der Zeit haben sie den Ort geprägt: Im Pub erklingen Samba-Rhythmen statt Irish Folk, brasilianische Läden bieten brasilianische Lebensmittel oder Kleidung an und der alljährliche Karneval gehört zu den Jahreshöhepunkten des mittlerweile bilingualen Städtchens.
Traditionen werden eben überall geplegt, auch hier in Irland.