Ferrari und Maserati

Ferrari oder Maserati


Seit jeher ist Italien für vier Dinge bekannt: Ein unglaubliches kulturelles Angebot, die italienische Küche, Mode – sowie Autos. Gerade bezüglich Sportwagen kann Italien auf eine eindrucksvolle Geschichte zurückblicken: So mancher Sportwagen-Klassiker kam aus italienischen Werkstätten und setzt bis heute Maßstäbe in punkto Design und Geschwindigkeit. Gründe genug, sich das Motorsportland Italien etwas genauer anzusehen.

Motorsportzentrum Emilia-Romagna


Das Herz der italienischen (Luxus)Autoindustrie schlägt im Norden des Landes, in der Region Emilia-Romagna. Hier liegen die Geburtsstätten von Ferrari und Maserati, zwei Automarken, die bis heute mit kompromisslosem Design und Geschwindigkeit in Verbindung gebracht werden.

Maserati ist eine Automarke aus Bologna. Die Heimat der legendären italienischen Flitzer ist übrigens auch Heimat der Tortellini und trägt Beinamen wie la grassa („Die Fette“, wegen des fetten Essens), la rossa („Die Rote“, wegen der roten Ziegel der Häuser) oder la dotta („Die Gelehrte“, wegen der berühmten Universität). Heute befindet sich der Maserati-Firmensitz in Modena. Die Universitätsstadt, aus der übrigens auch der bekannte Balsamico-Essig stammt, ist unter anderem ein wichtiges Zentrum des Maschinen- und Fahrzeugbaus. Bester Beweis: Auch die Scuderia Ferrari ist ganz in der Nähe, in Maranello zuhause.

Motorsport hautnah


Natürlich kann man in und um Modena den legendären Autos ganz nah kommen, egal ob in Enzo Ferraris Geburtshaus oder dem benachbarten Enzo Ferrari Museum oder bei Werksbesichtigungen. Nicht nur Museen wie die protzige „Galleria Ferrari“ in Maranello (in der immerhin ein Original Formel-1-Wagen steht) bieten ganz viele Informationen und Ausstellungsstücke rund um das Thema Autos und Rennsport. In der ganzen Gegend gehen insbesondere die Männer ihrer Sammelleidenschaft nach und bringen es auf eine zum Teil sehr beachtliche Anzahl alter Wagen und Roller aus heimischer Produktion. Gut 300 Oldtimer stehen beispielsweise bei Mario Righini auf Schloss Panzano bei Castelfranco Emilia – geführte Besichtigungen sind nach Anmeldung möglich. Wer tatsächlich ein Rennen sehen will, der muss ein Stückchen fahren: Die Rennstrecke in Monza liegt etwa 200 Kilometer entfernt.