Vulkane
Voller Temperament
Italien gilt allgemein als Land von Kunst und Kultur, Land der Mode und des dolce vita. Aber Italien kann auch anders: Statt prächtig geschmückten Palästen findet man hier auch lebensfeindliche Riesen, statt frischer Meeresbrise auch stinkende Schwefeldämpfe. Haben Sie Lust, Italiens dunkle, bedrohliche Seite kennenzulernen?
Gefahr am Golf von Neapel
Am unteren Schaftrand des italienischen Stiefels schlummert eine große Gefahr, der einzige, aktive Vulkan auf dem europäischen Festland. Der heute 1.281 Meter hohe Vesuv hat in der italienischen Geschichte schon einmal eine große Rolle bei der Vernichtung einer Stadt gespielt. Die Überreste des antiken Pompeji können heute nahe Neapel besichtigt werden.
Mit diesem Wissen ist es ein ganz besonderes Gefühl, den Vulkan zu besteigen und in seinen an vielen Stellen rauchenden Schlot zu schauen. Übrigens: Heute mehr als je zuvor stellt der Vesuv eine große Bedrohung für die nahegelegene Millionenstadt Neapel dar – ein erneuter Ausbruch ist schon lange überfällig. Also schnell hinab in die Stadt zu einem letzten Bummel durch die engen Straßen und Gassen!
Neapel ist übrigens auch ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Amalfiküste. Dort wo die Zitronen wachsen und kunstvoll verschachtelte Ortschaften die steilen Felsen schmücken, die jäh ins türkisblaue Meer stürzen, findet man das unbeschwert-heitere Lebensgefühl, für das Italien so bekannt ist.
Explosives Süd-Italien
Explosiv geht es neben Neapel aber auch weiter im Süden zu – auf und um die Insel Sizilien nämlich. Nicht nur die Menschen haben hier zuweilen ein hitziges Gemüt, auch die beiden Vulkane Ätna (auf Sizilien) und Stromboli (auf der gleichnamigen Insel nördlich von Sizilien) sorgen für explosive Stimmung. Da beide Vulkane unberechenbar sind und es immer wieder zu kleineren Eruptionen, Lavaflüssen und der Bildung von Spalten kommt, sollte man beide nur mit erfahrenen Führern besteigen. Übrigens: Der Ätna mit seinen vier Gipfelkratern und rund 400 Nebenkratern ist mehr als 3.000 Meter hoch – auch im Sommer kann es hier empfindlich kalt werden.
