Kappadokien
Felsen, Höhlen, Gastfreundschaft
Wer sagt eigentlich, dass eine Reise in die Türkei immer nach Antalya, Side, Alanya oder Bodrum führen muss? Das ganze Land ist ein einziges großes Freilicht-Museum, in dem es unsagbar viele natürliche, architektonische sowie kunsthandwerkliche Schätze zu entdecken gibt. Auch jede Menge touristische Schätze bietet die Region zwischen Orient und Okzident. Manchmal versteckt wie in Kappadokien, manchmal direkt vor der Nase wie etwa in Istanbul.
Feenkamine und Höhlenkirchen in Kappadokien
Kappadokien wird auch das Land der Feenkamine genannt. Wer einmal die Tuffsteinlandschaft in der Nähe von Göreme mit eigenen Augen gesehen hat, weiß auch warum: Mehr als 36 unterirdische Städte wurden zu frühchristlichen Zeiten in die Felsformationen geschlagen, die in steilen, bizarren Pyramiden in den zentralanatolischen Himmel ragen. Noch heute sind die Höhlenbehausungen bewohnt und zwischen frühchristlichen Kirchen und Privaträumen liegt so manches Hotel, das in Sachen Originalität und Gastfreundschaft jedes 4-Sterne-Haus an der Küste in den Schatten zu stellen vermag. Zwischen Wanderungen und Trekking, Ballonfahrten sowie Weinbergen, farbenfrohen frühzeitlichen Fresken und immer wieder neuen Ausblicken auf die Mondlandschaft unter UNESCO-Schutz vergeht die Zeit wie im Flug.
Unbekanntes Istanbul
Bei Istanbul denken die meisten Türkei-Urlauber an Bosporus und Blaue Moschee, an Paläste, Taksim-Platz sowie Galata. Aber wussten Sie auch, dass Sie ein Schiff aus dem Stadtzentrum auf direktem Weg in ganz unterschiedliche Welten entführen kann? Nach Polonezköy beispielsweise, das „exotischste Dorf der Türkei“ im Istanbuler Umland. Statt auf osmanische Architektur und Moschee trifft man hier auf polnische Fachwerkhäuschen, Schrebergärten und polnisch sprechende Einwohner, die die Nicht-Muslime Istanbuls mit heiß begehrtem Schweinefleisch versorgen.
Mit Fähren und Wasserbussen geht es in Richtung Norden, vorbei am Belgrader Wald, dem wohl beliebtesten Picknickplatz Istanbuls, bis zum Schwarzen Meer, der Badewanne der Istanbuler. In Richtung Süden warten die Prinzeninseln mit ihren im Jugendstil errichteten Sommervillen inmitten lichter Kiefern- und Pinienwälder auf zahlreiche Besucher.
